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Kickstart my heart!

Präsentieren


Kickstart my heart – Der Einstieg in eine Präsentation muss berühren

„Guten Morgen Frau Lange, guten Morgen Herr Dr. Weile, guten Morgen meine Damen und Herren. Ich begrüße Sie ganz herzlich und freue mich, Ihnen heute etwas zum Thema Marketing erzählen zu dürfen. Schön, dass Sie es alle geschafft haben, sich diesen Termin einzurichten und womöglich neugierig sind, welche Möglichkeiten ein modernes Marketing Ihnen bietet. Ich bin Siegfried Malus und bei uns im Hause zuständig für… Ich habe in der Vergangenheit… Unser Unternehmen kümmert sich vorrangig um… Darüber hinaus sind wir auch noch aktiv im… Ich werde auf folgende Punkte eingehen… blablabla.“

Das ist der ultimative Schlaf-Cocktail – langweilig und einschläfernd. Der Einstieg in Ihre Präsentation soll dagegen neugierig machen, Interesse wecken und die Aufmerksamkeit des Publikums aktivieren.
Entrümpeln Sie althergebrachte Redeeröffnungen. Vermeiden Sie die klassischen Standards wie zum Beispiel eine Begrüßungsarie, eine ausführliche Vorstellung Ihres Unternehmens, eine detaillierte Agenda oder die Darstellung Ihrer beruflichen Laufbahn. Stattdessen aktivieren Sie die Gefühlswelt Ihres Publikums. Hier sind drei Anregungen:

1.    Das hätte ich nicht gedacht!

Überraschen und verblüffen Sie Ihr Publikum zu Beginn mit unerwarteten Zusammenhängen. Denn Unerwartetes bleibt uns lange in Erinnerung. Auch Filmregisseure und Theaterschaffende nutzen gerne den Überraschungseffekt als Einstieg. Das Publikum ist danach hellwach und im wahrsten Sinne des Wortes voll auf Sendung.
Beispiel zum Thema Gesundheit:
„Laut der William Petersen University in New Jersey findet sich auf Platz 1 der gesündesten Lebensmittel ein echter Überraschungssieger: Nicht etwa Spinat oder die die Paprika sind die Nummer 1, sondern die Brunnenkresse. Sie besitzt den höchsten Gehalt an Vitaminen, Eisen, Jod und Calcium. Ich werde/möchte Ihnen nun konkret zeigen, wie sich.....“

2.    Da bin ich mal gespannt…

Diesen Einstieg kennen Sie sicherlich von vielen Preisverleihungen. Der Laudator redet viele Minuten über eine Person – und keiner weiß, um wen es geht. Das ist genau das Prinzip. Verschweigen und verheimlichen Sie zu Beginn wichtige Fakten. Reden Sie allgemein und anonym darüber, denn so steigt die Spannung. Jeder will endlich wissen, um wen oder was es geht, wie etwas heißt, wie hoch der Preis ist, wie lange es dauert usw.

Beispiel aus der Automobilbranche:
„Kaum einer kennt ihn, den Steinschmätzer. Er ist ein kleiner, unscheinbarer Singvogel. Seine Heimat ist ganz Europa. Am liebsten hält er sich im Gebirge auf, denn er bevorzugt offenes, steiniges Gelände. Er ist unser neues Vorbild in der Forschungsabteilung. Und Sie fragen sich nun zurecht, warum? Was man diesem kleinen Freund nämlich nicht sofort ansieht, ist seine unglaubliche Leistungsfähigkeit: Bei einem Kampfgewicht von gerade einmal 25 Gramm erreicht er mit Leichtigkeit eine Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Darüber hinaus legt er bis zu 450 Kilometer Wegstrecke pro Tag zurück. Er trotzt der Hitze und den Winden der Sahara. Er überwindet die Turbulenzen des Atlantiks. Am Ziel abgekommen, hat er eine Wegstrecke von sage und schreibe 14.500 Kilometern zurückgelegt.Die nächste Viertelstunde bekommen Sie von mir die wichtigsten Eckdaten, mit denen Sie...“

3.    Der rote Hering

In der Literatur und in Filmen ist der rote Hering ein Ablenkungsmanöver. Er lenkt bewusst die Aufmerksamkeit von der eigentlichen Handlung weg, um einen Spannungsbogen zu erzeugen. Den Herings-Effekt können Sie aber auch als Einstieg nutzen, um durch Ablenkung zu irritieren und somit die volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Denn jeder wird sich fragen, wohin die Reise geht. 

Beispiel zum Thema Führung:
„Neulich stand ich im Supermarkt vor dem Süßigkeiten-Regal. Ich suchte nach einer Tafel Schokolade und dabei fiel mir wieder einmal auf, dass mich insbesondere die exotischen Sorten wie zum Beispiel Bergkäse mit Trauben-Walnuss-Füllung interessierten. Glückwunsch an den Supermarktleiter! Denn er hat damit gezeigt, dass er nicht nur den Durchschnittskonsumenten im Blick hat. Und genauso ist das Leben als Führungskraft: Auch den besonderen Mitarbeiter muss ich durch einen auf ihn zugeschnittenen Führungsstil erreichen. Welche Möglichkeiten der Führung es gibt und wie Sie diese umsetzen können – das ist das Ziel meines heutigen, zwanzigminütigen Vortrags…“

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